MEIN KÖRPER, MEIN CAPITOL

Textil Kunst Projekt





DE: "MKMC" ist ein feministisches Textilkunstprojekt, das dazu einlädt, den Frauen*körper, sowohl den physischen als auch den sozialen, mit künstlerischen Mitteln zu erforschen, zu hinterfragen und zu rekonstruieren, indem Stickerei und Kostümdesign verwendet werden. In Workshops erstellen die Teilnehmer*innen entweder individuelle oder Gruppenobjekte, die dann in einer Ausstellung im Frauen*zentrum Frieda präsentiert werden.


ENG: "MKMC" is a feminist art textile project that invites participants to explore, question and reconstruct women*s bodies, both physical and social, through artistic means, using embroidery and costume design. In workshops, participants create either individual or group objects, which are then presented in an exhibition at the Frieda Women's Centre.

Mehr dazu

Unsere Motivation

Wir interessieren uns für Kunstformen, die traditionell als "weiblich" gelten und eher als Handwerk denn als Kunst bewertet werden. Insbesondere die Stickerei, auch "Malen mit der Nadel" oder "Denken mit den Händen" genannt, steht im Zentrum unseres künstlerischen Interesses. Wir beziehen uns dabei auf die lange Tradition des klassischen Frauenhandwerks, aber auch der feministischen Kunst. Mit diesem Projekt wollen wir einen Raum für jede Frau* öffnen, die ihren Körper bzw. den "weiblichen Körper" gezielt durch diese Kunstform und den feministischen Diskurs neu denken und entdecken möchte.

My body, my rights

Der Slogan "My body, my rights" ist nach wie vor aktuell. Der Sturm auf das Kapitol, die Aufhebung des Gesetzes Roe vs. Wade in den USA, die Verletzung der Frauenrechte im Iran und in Afghanistan zeigen den Handlungsbedarf. Auch in Europa müssen sich Frauen das Recht erkämpfen, über ihren eigenen Körper zu bestimmen.
Die Gender-Theorie zeigt einige Mechanismen der Unterdrückung von Frauen auf. So wird der weibliche Körper gesellschaftlich als "Körper für andere" definiert und damit die Entmündigung von Frauen* gerechtfertigt. Der Workshop soll einen Perspektivwechsel ermöglichen.

Über uns

Künstlerische Leitungen des Projekt sind Maria  Fernandez Verdeja und Ksenia Porechina.

Maria Fernandez Verdeja. Geboren in Gijón, Asturien, Spanien studierte Bildhauerei und Bildende Kunst. Außerdem schloss sie ihr Masterstudium in "Raumstrategien" an der Kunsthochschule Weißensee ab. 

In ihrer Arbeit nähert sie sich der Verwirklichung des Lebens aus einer feministischen Perspektive im Kontext der ökonomischen und ökologischen Krisen und deren Folgen für die Umwelt und die Menschen. Maria Fernandez schafft Installationen mit verschiedenen Materialien, von Video bis zu Textilien.


 

Ksenia Porechina ist Birobidzhan (RF) geboren, sie studierte Philologie und Sozialpädagogik, arbeitete anschließend freiberuflich, im sozialen Bereich und als Fotografin. 

Derzeit studiert sie  im Masterprogramm Raumstrategien an der Kunsthochschule Weißensee.In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit verschiedenen Lebenswelten, besonders interessiert sie sich für feministische Themen und gesamtgesellschaftliche Situationen, in denen Migrationsbewegungen eine Rolle spielen. 

Seit 2020 arbeiten wir in verschiedenen Projekten zusammen. Gemeinsam ist uns das Interesse an feministischen Themen und am Sticken.


Finanziert durch Mittel des Bezirkskulturfonds Berlin

Friedrichshain-Kreuzberg